Konzertreviews
."We should always look back on our own past
with a sort of contempt. As long as the
tenderness is there - But please let
some of the contempt be there."
- Dennis Potter
Heinz Rudolf Kunze - Capitol, Hannover am 12.10.2016

Strenggenommen war dies mein erstes Kunze Konzert und die Erwartungen waren nicht grade hoch. Zwar kennt jeder musikinteressierte die großen Hits wie "Dein ist mein ganzes Herz" oder das eingedeutschte Kinks-Cover "Lola". Das mit "Deutschland" im Frühjahr wieder eine gestandene Rockplatte des 60 jährigen Musikers erschien ist deshalb interessant, da er die letzten zwei Jahre nur eher maue Singer-Songwriter- und Akustikplatten produzierte. Das Capitol war an diesem kühlem Herbstabend auf jeden Fall gut gefüllt. Es zeigte sich ein bunt gemischtes Publikum: Einige jüngere Hörer, die früher mal das studentische Höhrertum Kunzes bildeten, sowie viele mit 40er und 50er sowie einige Rentner. Ohne Vorband und mit der neu aufgefrischten "Verstärkung" ging es dann um 8 Uhr los. Alleine die Erscheinung Kunzes mit schwarzem Jacket, Pink Floyd T-Shirt und Lederstiefeln ist dabei mehr als interessant. Doch das soll nicht trügen. Der im klassischem Bluesstil gehaltene Einstieg mit "Es ist in ihm drin" ließ schonmal jeden aufhorchen. Gut, das Bluesschema wurde oft kopiert, aber Kuze bringt es glaubwürdig und gekonnt rüber. Auch toll ist die beschleunigte Version von "Wunderkinder" vom gleichnamigem 86er Album. Es zeigt sich Kunzes Stärke als wortgewandter und versierter Songschreiber, der hier die Nachkriegskinder karikiert. In den nächsten zweieinhalb Stunden geht es rund im Capitol: Ältere Songs aus Kunzes Liedkatalog werden mit den Liedern des neuen Albums und Songs vom Nebenprojekt "Räuberzivil" gemischt. "Leg nicht auf" von "Macht Musik" ist so ein Song, derb zeigt: Kunze ist nicht nur ein Schlagerautor, der nur noch im Gebiet der ehemaligen DDR erfolgreich auftreten kann. Er verbindet sozialkritische und hellsichtige Texte mit einem gutem Gefühl für Gitarrenriffs und Balladen. Dabei machen jedoch die neueren Songs schmerzlich klar, das Kunzes heutige Leistung nicht mehr mit den alten mithalten können. Oder sogar wollen? Ein Song wie "Das Paradies ist hier" bietet einen guten Text, wir aber dank Technobeat zum schlechtem Danceabklatsch. Auch übertreiben es die schnulzigen Texte und Kitschgitarren bei Liedern wie "Elixier" etwas. Das Album "Deutschland" kann leider auch live nicht ganz dem hohem Anspruch, eine aktuelle Platte zur Nation zu sein, gerecht werden. Man denkt immer wieder, dass Kunze eine beistehende Kraft bräuchte, die die wirklich guten Songideen in die richtige Bahn lenkt und die einzelnen Songarten im Set besser dosiert. Ja, es wirkt so als ob Kunze gute Musik machen kann, aber irgendwie manchmal den Überblick verloren hat. Bestes Beispiel ist das Coveralbum "Meisterwerke: Verbeugungen", dass am Merchandiseshop auslag und nun wirklich keine neue und inovative Idee zu sein scheint. Kunzes bessere Songs bewahren ihn aber trotzdem vor einem Totalabstieg. Der Mann, der zwischen Düsenberggitarre, Akustikgitarre und Klavier hin und herwechselt, ist ein toller Livemusiker. Man fühlt sich immer unterhalten und das Konzert bewahrt sich so selbst davor, iene lächerliche Revueshow zu werdne. Auch Kunzes Sprechtexte, die immer wieder das aktuelle Zeitgeschehen kommentieren, zeigen auch seine große sprachliche Kraft. Beindruckend ist auch der Zugabenteil, so werden ganze vier Zugabenblöcke gespielt. Das Publikum ist dabei sowieso nicht zu brmesen. Man hätte doch noch gar nicht zu Ende gespielt, merkt Kunze lächelnd an, als das Publikum schon nach zwei Songs nicht mehr aus dem Beifall herauskommt. Für den Musiker selbst war es übrigens eine Art Heimspiel; Kunze wohnt in der Nähe von Hannover und gibt am Abend zu, daher durchaus aufgeregt zu sein. Alles in einem also ein gutes Konzert mit guten und weniger guten Songs. Heinz Rudolf Kunze hat sein Potential offengelegt, nur ist zu hoffen, das er es in Zukunft besser nutzt.
Setlist
Es ist in ihm drin
Wunderkinder
Ich geh meine eigenen Wege
Setz dich her
In der alten Piccardie
Jeder bete für sich allein
Alles gelogen
Deutschland
Die offene See
Aller Herren Länder
13 Silben Lied
Elixier
So wie du bist
Leg nicht auf
Das Paradies ist hier
Ich brauch Dich jetzt
Jetzt erst recht
Unbeliebt
--Zugabe--
Längere Tage
Du bist nicht allein
--Zugabe 2--
Dein ist mein ganzes Herz
Finden Sie Mabel
--Zugabe 3--
Lola
Wenn du nicht wiederkommst
--Zuagbe 4--
Ein fauler Trick
Ich hab's versucht
Mudhoney - Lagerhaus, Bremen am 19.7.2016
Das erste Mudhoney Konzert in Deutschland seit etwa 3 Jahren. Es sind immer noch nicht die großen Hallen, die gesponserten Mehrzweckhalle mit Getränken für 10 Euro etc. Doch wer will das schon? Mudhoney? Die ganz bestimmt nicht. Das sah auch nicht so aus, als sie um halb 8 an diesem Dienstag Abend in die Stichstraße zum Lagerhaus geschländert kamen, ganz in Gespräche versunken.Vermutlich hatte die Band grade, in alter Bandmanier, zusammen in einem Restaurant in der Nähe diniert und noch einmal etwas Ruhe vor dem Sturm gesucht. Nur einer fehlte: Bassist Guy Maddison hatte sich nach dem letztem Gig der Band in Holland zwei Tage zuvor auf sein Fahrrad geschwungen, um die

Strecke in die Hansestadt für eine Wohltätigkeitsorganisation zurückzulegen.
Wenig päter ging es dann rein. Da die Sonne andiesem Tag wirklich brannte waren die meißten Konzertgäste draußen geblieben. Pech, konnten sich eben die anderen über den Merchtisch hermachen. Um halb 9 ging dann Mudhoneys Supportband "Usless Eaters" auf die Bühne (Link zur Website). Im Auftrag die Zuschauer sturmreif zu spielen schrienen und schrabbten sich die vier Kalifornier durch ihr knapp halbstündiges Programm. Bei der illustren Grupierung viel vor allem das Bügelbrett mit den Effektpedalen auf, dass einer der Musiker im Stehen bediente, ohne sonst irgendeine Aufgabe wahrzunehmen. Mehr als eine wohlwollendes Mitwippen konnten sie den Zuschauern aber nicht abringen.. Hatte das blutrote Mudhoneyemblem doch immer in Form eines Transparenz bedrohlich über ihnen gehangen.
Um kurz nach 9 war es also soweit. Die vier frisch verpflegten Herren kamen auf die Bühne. Nach einem kurzem aber schmerzvollem Instrumentalstück "Fuzzgun 91", dass er seit Beginn des Jahres zur Setlist der Band gehört, ging es gleich mit "Suck You Dry" zur Sache. Das dieses hübsche Lied vom verschieenem 92er Album "Piece of Cake" stammt stört da schon längst keinen mehr. Die 5x5 Quadratmeter vor der Bühne haben sich in eine Sperrzone verwandelt, in der die immer gleiche Gruppe an Ü40 Fans vor sich hin pogt. Die anderen Zuschauer. ob nun im "Hüsker Dü"- oder "Joy Division"-Shirt oder gleich mit grauen Haaren und Höhrschutz, schunkelt lieber gemächlich mit. Mudhoney wirken bei der ganzen Sache wie eine unstoppbare Dampflock, die immer weiter rast, bis der Kessel platzt. Gut, das geschieht nicht, aber wie Sänger Mark Arm in die Saiten haut und immer gleich beherzigt ins Mikrofon singt ist schon toll. Auch Gitarrist Steve Turner, der mal Anthropologie studiert hat, produziert die ganze Zeit schrecklich guten "krach", wobei er immer auf der selben kirschroten "Guild Starfire IV" spielt. Auch wenn er einmal ünglücklicherweise eine halbe Flasche Bier über die Gitarre verkippt und das bereitgelegte Handtuch eher für den vollgeschwitzten Gitarrenhals benötigt als für seinen Arme. Mark Arm ist da bei den Instrument schon wählerischer ("Fender Telecaster", "Hagstrom III", "Gretsch G6134 White Penguin Electric Guitar"). Auch ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen,als ein besonders gewitzter Fan auf einmal "Fuck you, I love you!" schrie. Er antwortete, dass er eine solche Phrase sonst nur von seiner Frau erwarten würde, ehe er dem Publikum im niedrigem Saal mit dem nächstem Song ein weiters mal die Ohren zerbarst. Da Fallen Coverversioen von "Roxy Music" oder den "Dicks" kaum auf. Auch Drummer Dan Peters und der bereits genannte Guy Maddison trugen ihren Teil zum lautem, rauschhaftem Soundgewirr bei. Laut/leise Wechsel? Akustikstücke? Lange Ansagen? Wer brauch das? Mudhoney, man kann es erraten, nicht. Die ganze Sache war keine Revueshow für Familienväter, kein Rock'n'Roll Revival um die Fans zu schröpfen. Kein aufgeblasenes "Wir sind wieder da" zur-Kasse-gebete. Nein, das war ehrliche und harte Musik. Nicht mehr und nicht weniger.
Es hat mich persöhnlich sehr gefreut, das neben einigen Stücken vom Mudhoneys Zweitwerk "Every Good Boy Deserves Fudge" , dass grade 25. Geburtstag feierte, auch Stücke von eher weniger beachteten LPs gespielt wurden. So etwa "F.D.K." oder "1995", dass ganz im Sinne der "Stooges" entstand, von der 95er LP "My Brother the Cow". Auch das geniale "Into the Drink" ist später in der Zugabe zu hören, ebenso wie altbewährtes von den Mudhoney Idolen von "Black Flack". Das die Party im Zuschauerraum bei "Touch Me I'm Sick" am besten abging war zu erwarten, aber auch die eingespränkselten neueren Songs aus den letzen beiden Alben der 2000er Jahre wurden ebenso angenommen. Ein Konzertbesucher hatte beim Einlass nicht umsonst angemerkt, das die letzte Veröffentlichung der Band, "Vanishing Point", sich wie alte Mudhoney Stücke der frühen 90er anhören würden. Irgendwie stimmt das, aber nur wenigen steht das auch so gut wie Mudhoney.
Setlist
Fuzzgun 91'
Suck Your Dry
I Like It Small
Get Into Yours
Broken Hands
Editions of You (Roxy Music Cover)
F.D.K.
1995
Where the Flavor Is
No One Has
Flat Out Fucked
Something So Clear
Touch Me I'm Sick
What to Do With the Neutral
I'm Now
The Final Course
Behind the Door (Circle Jerks Cover)
Chardonnay
The Only Son of the Widow of Nain
--Zugabe--
You Got It
Into the Drink
I'N' Out of Grace
Hate the Police (Dicks Cover)
Fix Me (Black Flag Cover)
Paul Weller - Technikum, München am 4.7.2015
Wenn man an Britpop oder (britischen) Indie-Rock denkt, dann landet man schnell bei Paul Weller. Klar, der gute Mann hat mit "The Jam" und "The Style Council" Geschichte geschrieben. Und eben als Solomusiker. Und eben so einer wie Weller hat auch keine Vorbehalte, nach Gigs auf internationalen Festivals und in ganz Europa auch mal in einem kleinem Klub in der bayrischen Landeshauptstadt zu spielen. Zugegeben, das "Technikum" ist in München in eine alte Industrieanlage eingebetet und zwischen den Bars und Nachtclubs etwasschwer zu finden. Nach dem man aber den Weg aber gefunden hat ist das alles wie ein gutes Reiseziel, andem man sich wohlfühlt. Die Halle ist klein, die Fans (Es waren etwa 200 bis 300) sind eingeschworen und die kühlen Getränke schmecken bei exrem hohen Temperaturen auch gut. Weller verzichtete auf eine Vorband und es lief hingegen ein DJ-Set. Nicht sehr berrauschend, aber als der Meister um halb 9 auf der Bühne erscheint ist das einfach wahnsinnig schnell vergessen. Ohne großes hin und her wünscht Paul Weller auf Deutsch einen schönen Abend. Die Ansagen sind in den nächsten beiden Stunden kurz.
Aber die Songs und somit Paul Weller sind viel aussagefähiger. Er und seine Band sind in Topform und spielen laut, gefühlvoll und gut. Als würden sie also nicht mit ihrem gigantischem Set (Darunter ein etwas überflüssig wirkener Perkussionist) nicht vor einigen wenigen beinharten Fans, sondern vor zehntausenden im Hyde Park spielen. Egal ob es nun die Lieder seiner neusten LP "Saturns Plattern" oder ältere Sachen seiner Solokarriere sind. Aber so richtig gehen die Fans in den Fred Perry-Hemden erst ab, als er mit "Start!" eine der späteren Mod-Hymnen von "The Jam" spielt. Vermutlich fuhren viele der Zuschauer also bereits vor über 30 Jahren mit Parka und kurzen Haaren auf der Vespa durch Süddeutschland. Das mag zwar eine Art der Nostalgie sein, aber eine gute. Und Weller? An Equipment nutzte Paul Weller übrigens seine "Epiphone Casino", eine "Gibson SG" und zwei "Fender Telecaster". Sein Bassist spielte einen braunen Bass von "Rickenbacker", der zweite Gitarrist überwiegend eine "Gibson Les Paul". Die Wände aus Verstärkern der Marke "Blackstar" und "Marshall" wirkten risieg. Neben seiner tollen Musik, die im kleinem "Technikum" wie bereits gesagt bestens wirkt, gibt er sicht als britischen Gentleman. Er bedankt sich, salutiert vor der ersten Reihe (Ja, es war quasi Augenkontakt mit ihm möglich) und spielt schlussendlich drei Zugaben. Auch wenn ermal bei einer Einlage am Klavier seine Kippe wegwirft um sich danach sofort mit der Band vor allen Anwesenden zu verbeugen. Kein Wunder, das Noel Gallagher oder Graham Coxon auch zu den Bewunderern dieses großen britischen Songwritern gehören.
Setlist
I'm Where I Should Be
Long Time
Wild Blue Yonder
White Sky
Into Tomorrow
Above the Clouds
The Attics
Saturns Plattern
Going My Way
From the Floorboards Up
Friday Street
Porcelain Gods
Brand New Toy
You Do Something to Me
The Changingman
Start!
Peacock Suit
Whirlpool's End
--Zugabe--
Sunflower
Out of the Sinking
These City Streets
--Zugabe 2--
Picking Up Sticks
Broken Stones
--Zugabe 3--
My Ever Changing Moods
Noel Gallagher's High Flying Birds - Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf am 19.3.2015
Das Noel Gallagher viele Fans hat weiss man ja. Für diesen Gig in Düsseldorf kamen sie sogar aus den Niederlanden und England (Unschwer an den Manchester City Trikots zu erkennen). Die Mitsubishi Electric Halle ist, was Hallen in dieser Größenordnung angeht, noch wirklich korrekt. Großer Paketboden, Preise die noch so gehen und ein wirklich guter Schnitt, damit auch verdammt jeder in den Genuß des Anblicks von Noel Gallagher kommt. Glücklicherweise wurde das Konzert im Rockpalast auf dem WDR übertragen (Link). So konnte man sich den ganzen Spaß auch später noch einmal aufgenommen ansehen. Noel Gallagher selbst streunte, wie man später erfuhr, schon den ganzen Tag um die Halle herum und gab fleißig Autogramme. Im Vorprogramm lief die ganze Zeit herzallerliebste Musik der 60er Jahre, die Gallagher ja einst so beinflusste. Als Support war sein langjähriger Freund Paul Newsome, bekannt von "Proud Mary", mit seinen Gehilfen dabei. Der sorgte aber mit seinen Bob Dylan Imitationen an Liedern nicht grade für Stimmung. Er schrammelte eher auf seiner Akustikgitarre herum und brachte ab und zu ein kurzes "Thank you" heraus. Der Ruf nach einer Zugabe wurde nicht befolgt.
Nach einem weiterem Song vom Band, "Shoot a Hole Into the Sun", kam nun Gallagher mit seiner Band auf die Bühne. Was nun geschah, waren 90 Minuten toller Musik. Schon der erste Song, mit "Do the Damage" eine aktuelle B-Seite, feuerte die Menge schon an. Auch die Songs vom aktuellem Album "Chasing Yesterday" wie etwa das schnelle "Lock All the Doors" und das soulige "Riverman" kamen gut an. Man hatte nie das Gefühl, es mit einer losen Abspielung älterer Hits fürs schnelle Geld zu tun zu haben. Doch erst wirklich in Fahrt kam die Menge, als Gallagher alte Oasis Songs wie "Fade Away" und "Champagne Supernova" anstimmte. Das rührte selbst den letzten, der noch im altem, ausgewaschenem Oasis Shirt der 2009er Tour im Publikum stand. Gallagher, der all diese Hits schrieb, kann sie zudem heute wohl besser singen als sein Bruder, der sich mit Alkohol und Drogen die Stimme zerkratzen ließ. Auch einen Spruch in seine Richtung ließ sich Noel nicht verbiten. Auf die Frage wo der nämlich sei: "Er ist vermutlich zu Hause und schaut sich selbst im Spiegel an." Auch mit dem Wort "Fuck" geizte er nicht.
Dabei haben es die älteren Solo-Songs selbst schon fast zu Klassikern geschaft. "Dream On" und "If I Had A Gun" zünden gut. Es gibt keinen Moment, an dem die Stimmung kippt, was wohl auch an Gallaghers toller Begleitband spielt, die ihn unaufällig aufällig gut ergäntzt. Auch das selten gespielte "Digsy's Diner" vom 94er Oasis Debüt "Definitley Maybe", das stellenweise besser als "(What's the Story) Morning Glory?2 ist, kommt beim eingeschworenem Oasis Fan gut an. Die Zugabe "Don't Look Back In Anger" und der Fan-Liebling "The Masterplan" werden auch nochmal bedingungslos mitgesungen. Aber Nein, das ist kein sinnloses abfeiern alter Zeiten. Gallagher, mal mit "Fender Telecaster" oder roter "Gibson ES-355", die er von seinem Roadie gereicht bekommt, spielt ein Rockkonzert alter Schlue, ohne dabei alt auszusehen; frisch und irgendwie belebend. Auch wenn der Großmeister später zu Protokoll gab, der Sound in der Halle sei schlecht gewesen, ist es mir nicht aufgefallen. Schlussendlich fällt einem jedoch ein Zitat Gallaghers ein, nähmlich das, dass "Die Beatles, die Smiths und die Sex Pistols" die komplette britische Musiklandschaft wiederspiegeln würden. Noel Gallagher spiegelt sicher nicht alles wieder, aber an diesem Abend ganz sicherlich sein können und somit das eines sehr guten Rockmusikers.
Setlist
Do the Damage
(Stranded On) The Wrong Beach
Everybody's on the Run
Fade Away
In the Heat of the Moment
Lock All the Doors
Riverman
The Death of You and Me
You Know We Can't Go Back
Champagne Supernova
Ballad of the Mighty I
Dream On
The Dying of the Light
The Mexican
AKA...Broken Arrow
Digsy's Diner
If I Had A Gun
--Zugabe--
Don't Look Back in Anger
AKA...What a Life!
The Masterplan